Gasthaus zur Krone

Gästehaus Waibel



Olaf Bossi


Saisonauftakt der KulturKrone mit Olaf Bossi

Die KulturKrone startete Ihr Programm mit preisgekröntem Kabarett: Olaf Bossi sang über das Leben, wie er es sieht – und über das Gute im Menschen.

Früher stand Olaf Bossi hinter den Kulissen, wo er Lieder und Texte für andere namhafte Künstler schrieb. Und eigentlich passte das auch, denn Olaf Bossi ist ein eher schüchterner, zurückhaltender Typ. Aber während er an Melodien werkelte und Texten tüftelte, entstanden immer wieder Lieder, die für andere Künstler nicht so recht passend waren.

Aus diesen Liedern wurde schließlich sein erstes abendfüllendes Bühnenprogramm: „Glücklich wie ein Klaus“. Dieses präsentierte er am vergangenen Freitag im Gasthaus zur Krone in Durlangen.

Olaf Bossis Lebenslauf ist alles andere als eine gerade Straße, und das hört man seinen Liedern und Anekdoten auch an. Er berichtet von seiner Leidenschaft der Musik und des Fußballs. Er ist ein Suchender – einer, der in keine Schublade passt und passen will, aber dennoch ein klares Ziel hat: Einen Ort für sich selbst finden, dort zur Ruhe kommen, ohne sich selbst zu verbiegen. Doch die Suche nach dem Glück ist keine einfache Angelegenheit. Die Welt ist kompliziert geworden. Muss man vielleicht in Zukunft für die dritten Zähne eine zweite Niere verkaufen?

Wo die Anderen aufhören, denkt Olaf Bossi konsequent zu Ende.

Und gerade weil die Suche nach dem Glück so schwierig ist, versetzt sich Olaf Bossi auch mal in gänzlich unterschiedliche Charaktere wie etwa den Boulevardredakteur oder den Investmentbanker. Aber nicht zynisch oder bösartig – nein, Olaf Bossi glaubt an das Gute im Menschen und versucht es zu finden.

„Glücklich wie ein Klaus“ sind Anekdoten und Lieder eines unangepassten Bühnenmenschen – persönlich, unterhaltsam, fröhlich, traurig, satirisch und am Ende immer versöhnlich. Schließlich will Olaf Bossi nur eines: eine heile Welt. Und was bitte kann man um Himmels Willen nur tun, wenn das Kind partout nicht einschlafen will? Ja klar... weitersingen! Mit seinem Schlaflied verzückte Bossi die Gäste der KulturKrone und nach einer weiteren Zugabe wurde er mit großem Beifall verabschiedet.

RaDeschnig


RaDeschnig - mit ihrem Programm Rückblendend auf der Bühne in Durlangen

Die Kärntner Zwillingsschwestern Birgit und Nicole Radeschnig sind seit Jahren fester Bestandteil der österreichischen Kabarettszene. Am vergangenen Freitag waren die beiden sympathischen Österreicherinnen im Gasthaus zur Krone in Durlangen auf der Bühne. In ihrem Programm behandeln sie mit viel Musikalität und Witz aktuelle Themen, wie die zukünftige Situation in Seniorenwohnheimen, den Auftritt von Künstlern mit Loop-Geräten und wechseln in Ihren Liedern die jeweiligen Genres wie Blues oder Schlager. 

Sie kombinieren all ihre Lieblingsszenen und Lieder aus ihren bisherigen Programmen zu einem schwungvollen, amüsanten und höchst abwechslungsreichen Abend. Bei den Zwillingsschwestern wurde ganz schön viel Kabarett geboten: Wortwitz, Gesang, Musik, Tanz und Pantomime. Mit geringen Mitteln und dafür umso mehr Wandlungsfähigkeit pendelten sie gekonnt zwischen Brachialhumor und feiner Klinge. Sie tanzten fantastisch aus der Reihe mit höllischem Galgenhumor und dann wieder mit unerwartet ernsten Einschüben. Nach einer Zugabe wurden die beiden jungen und stimmgewaltigen Damen mit viel Applaus verabschiedet.


Stuttgarter Comedian Özcan Cosar begeistert bei der KulturKrone die Zuschauer in Durlangen

Bereits zum zweiten Mal brachte am vergangenen Freitag Özcan Cosar mit seinem neuen Programm „Du hast dich voll verändert“ den Saal im Gasthaus zur Krone zum Beben. Er nahm die Zuschauer mit auf die Reise der beruflichen Selbstfindung eines jungen Mannes zwischen zwei Kulturen, der vor den alles entscheidenden Fragen steht: Wo warten Karriere-Chancen, wenn man mit einer Extraportion Talenten und Interessen gesegnet ist, aber mitten im „hab-noch-nicht-alles-ausprobiert-Modus“ steckt? Was tun, wenn der Vater auf Familienrettung durch eine Bankerlaufbahn des Sohnes hofft? Oder die Kumpels dem in der Kneipe jobbenden Deutsch-Türken knallhart vor Augen führen: „Was, Du wärst damit zufrieden Dein Leben lang Tabletts zur tragen?“ Auf welchen Zug springt man da auf? Wie kriegt man die Kurve?

Özcan hat sich immer wieder „voll verändert“, denkt laut darüber nach und erzählt von seinem bisherigen beruflichen Werdegang: Vom gewitzten Barkeeper über die bodenständige Zahnarzthelferin (kein Witz!), dem coolen DJ, ambitionierten Sportlehrer und begnadet guten Breakdancer bis hin zum inzwischen mehrfach preisgekrönten Comedian!

Sein biografisches Leben setzt Özcan Cosar – geboren am Bosporus, aufgewachsen am Neckar, ausgebüxt aus mindestens vier Berufen – facettenreich und umwerfend witzig in Szene: Mit pointiert erzählten Geschichten über seine Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit, mit Kostproben seines Schauspieltalents, mit akrobatischem Können, bitterbösem Sprachwitz und sehr viel Charme! Dabei beherrscht er die Kunst, blitzschnell die Rollen zu wechseln, stellt die deutsche und türkische Kultur liebevoll gegenüber, spricht mal astreines Schwäbisch, mal Multikulti-Slang, authentisch garniert mit „Wallah“, „ey Alter“ oder „Moruk“.

Er karikiert Yogafiguren und erfindet eine eigene, er wirft mit Fachbegriffen aus der Sportmedizin um sich bis ihn der Doktor prellt. Ein absolut sehenswertes Highlight ist Özcan Cosars Performance zur Filmmusik „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Voller Poesie und Komik zugleich mixt er darin Stilelemente des klassischen Balletts mit pantomimischen und Breakdance-Einlagen.Özcan Cosar bedankte sich am Ende seiner Vorstellung für seinen Auftritt in Durlangen und die Zuschauer spendeten dem symphatischen Künstler tosendem Applaus und unter frenetischem Beifall wurde er verabschiedet.

Simon & Jan


Die Sieger des deutschen Kleinkunstpreis 2016 Simon & Jan bei der KulturKrone in Durlangen!

Am Freitagabend füllten Simon & Jan den Saal im Gasthaus zur Krone in Durlangen und begeisterten mit harmonischer Musik und melancholischen Texten. Die beiden fantastischen Musikkabarettisten machen momentan sehr von sich reden. So gewannen sie vor ein paar Wochen den Deutschen Kleinkunstpreis 2016 und in Kürze erhalten sie den Bayrischen Kabarettpreis 2016.

Den Auftakt des Gitarrenduos machen sie mit Ihrem Song „Karnickelkotzen“. Es handelt sich um eine Ballade über eine Person, die im Internet versinkt. Das Programm „Ach Mensch“ ist reich an Überraschungen, Stimmungswechseln und virtuosen Gitarrenklängen. Sie besingen Mozart als Wunderkind Wolfgang, ehren dichte Dichter, sie covern Lieder wie „Kassettenrecorder“ von Rainald Grebe und in Ihrem Song „Du bist Buddhist“ geniale Schüttelreime. In Ihrem Song „Bleib bei deinen Leisten“ beschreiben die mit tollen Stimmen ausgestatteten Musiker was der Menschheit blühen könnte, wenn alle Prominenten noch heute das wären, was sie einst gelernt haben. Mit „Hallo Sterne, hallo Weltraum, ihr da oben auf der Mir, bitte kann ich zu euch hoch komm“ beschwören Sie die Apokalypse. In Durlangen haben Sie gezeigt: Für Beide kann es nur nach oben gehen.

Optisch kommen Simon und Jan als komplette Gegensätze daher. Simon sehr ruhig und gelassen und Jan, der durch das Programm moderiert und durch seine tolle Mimik begeistert.

So fordert Jan am Ende der Veranstaltung die Gäste auf sich am letzten Lied zu beteiligen. „Yippie Yippie Yeah, Yippie Yeah, Krawall und Remmidemmi“ hallt es durch den Saal. Und das zu sanft gezupften Gitarren, fast flüsternd, das Gegenteil von Radau.

Die Gäste bei der KulturKrone forderten Zugabe. Und so ließen es sich die beiden Musiker nicht nehmen, den Wünschen des Publikums zu folgen. Nach drei zusätzlich gespielten Liedern und unter frenetischem Beifall wurden die Künstler von der Bühne im Gasthaus zur Krone in Durlangen verabschiedet.

Sascha Korf


Sascha Korf in Durlangen!

Improvisationskünstler Korf  hat am Samstag bewiesen, dass Kleinkunst sehr groß sein kann. Es herrschte eine grandiose Stimmung im ausverkauften Saal im Gasthaus zur Krone.

„Guten Abend Durlangen, ich dreh durch, bin zum ersten Mal hier auf der Bühne und ich finde es super toll wie ich hier empfangen worden bin“.  Mit diesen Worten beginnt die Show von Sascha. Und fortan geht es Schlag auf Schlag. Ein Witz folgt dem anderen.

Sofort baut er eine Beziehung zum Publikum auf und fragt die Gäste aus der ersten Reihen nach Ihren Namen und sonstigen Umständen. Mit lustigen Liebesgedicht vom Künstler. Wenn Sascha Korf, Meister der Spontancomedy auf der Bühne ist, ist mit allem zu rechnen.

Er lästert über Handy die auf dem Weg zur Eizelle immer größer werden, über die Winter-WM 2022 für die es keine Auslosung gibt sondern Wichteln, über seine Kreuzfahrt auf der AIDA und über die korrupte Fifa.

Für seine Improvisationen holt er sich Personen aus dem Publikum, die er keineswegs bloß stellt. So spielt er mit Ihnen eine Szene aus dem Tatort oder er errät durch die Hände seines Partners aus dem Publikum Begriffe.

Sein liebstes Spottobjekt bleibt er selbst. „Das letzte Mal dass ich Sex hatte, da gab es noch die D-Mark. Das weiß ich noch, weil ich damit gezahlt habe“.

Mit dieser Form von Comedy hat der Kölner Künstler sämtliche Preise gewonnen. Er reagiert auf das Publikum und bezieht es durch seine sympathische Art in seine Show mit ein. Zwei Stunden wurden die Lachmuskeln der Zuschauer strapaziert.

Mit tosendem Applaus wurde der Künstler von den Besuchern verabschiedet. Überwältigt von der Stimmung gab Korf zum Abschied das Versprechen wieder nach Durlangen zu Kommen. 

  

Die Füenf


A-capella Gruppe "Füenf" zur Vorpremiere bei der KulturKrone in Durlangen 

Spaßig und schräg wie ihre Schreibweise war der Auftritt des a-cappella-Quintetts "Füenf" im bis in die letzte Nische ausverkauften Saal des Gasthauses zur Krone in Durlangen. Von den Sänger-Komödianten aus dem Großraum Stuttgart, die sich auf der Bühne Little Joe, Memphis, Justice, Pelvis und Dottore Basso nennen, haben die einen Musik, Gesang, Theater, die anderen Produktion und Ensemble-Leitung studiert.

Sie präsentierten eine einzigartige Vorpremierenshow Ihres neuen Programmes „5 Engel für Charlie“ mit Gesang, Parodie und Persiflage, verknüpft mit toller Komik. Ihr Repertoire besteht aus selbst komponierten Songs und erarbeiteten Arrangements bekannter Klänge.

Das Ganze servieren die Vokalvirtuosen mit Pep im komplett weißem Outfit und scharfen Texten, doppeldeutig, grotesk, irrwitzig, stark und treffen damit genau den Zeitgeist. So besingen Sie zum Beispiel die Liebe zum Gerät „Thermomix“.

Je nach Song und Spielwitz gruppierten sie sich in Leadsänger, Background-Sänger und effektvolle musikalischer Untermalung. In ihren lebhaften Stücken ertönt Musik wie Punk, New Wave und Rap oder Swing, Country und Reggae mit Vocal Percussion.

Das Publikum war begeistert. Warum sind englische Texte erfolgreicher als deutsche? Es läge an dem Wörtchen "Love". Den Beweis lieferten sie in einem kessen Medley, in dem sie in den zitierten Pop-Songs "Horst" anstatt "Love" einsetzten: Das hörte sich dann so an: "I would do anything for Horst", "Stop, in the name of Horst", "Horst is in the air" und "Give me horst". Tosenden Beifall gab es für diese Arrangements, reich an vielfältigen Klangfarben.

Mit "Siggi", gesungen auf die Melodie von „Jeanny“ von Falco, erzählen sie über die Tücken bei einem Kneipenbesuch. Riesenbeifall ernteten sie nach dem selbst komponierten Schlager „Bring mir die Sonne“. Dieses Lied setzt sich aus den einzelnen Titeln von Patrick Lindners Singles zusammen. Mit neuen Liedern wie „Cowboy“, „Papadam“, „Wutbürgerküche“ und „Liebe ist Käse“ überzeugen die Füenf mit perfektem Gesang und Comedy.

Das "Füenf"-Lied auf die Schwaben „Mir im Süden“ durfte an diesem gelungenen Abend natürlich nicht fehlen.

Das Publikum war den ganzen Abend am Lachen und Staunen. Denn wer hätte gedacht, dass die Sänger mit dem einzigen Instrument, das ihnen zur Verfügung steht, ihrer Stimme, solch herrliche, instrumentenähnliche Laute erzeugen können?

Hier gefiel besonders der tragende Bass des Dottore Basso und die Sangeskunst von Memphis und Pelvis, aber auch Little Joe schonte seine Stimmbänder keineswegs. Justice brillierte nicht nur mit seinem klaren Tenor, er zeigte sich auch als pfiffiger Entertainer. Natürlich gab es Zugaben nach Zurufen und tosendem Applaus. Mit dem Versprechen, wiederum zu einem Auftritt in die KulturKrone zu kommen, verabschiedeten sich die fünf sympathischen Stuttgarter vom Publikum in Durlangen.